Weltgebetstag vom 1. März 2024

Der Weltgebetstag Schweiz ist Teil einer weltweiten Bewegung von Frauen aus vielen christlichen Traditionen. Jedes Jahr am ersten Freitag im März laden sie alle zum Feiern eines gemeinsamen Gebetstages ein. Durch die Gemeinschaft im Beten und Handeln sind die Menschen aus vielen Ländern auf der ganzen Welt miteinander verbunden.
Weltgebetstag: Beten (Foto: pixabay.com)

Erklärung des schweizerischen Weltgebetstags-Komitees zur vorliegenden Liturgie aus Palästina: «…durch das Band des Friedens» – so ist der Gottesdienst zum Weltgebetstag 2024 aus Palästina überschrieben. Rund um den Globus beten am ersten Freitag im März Frauen und auch Männer, Kinder und Jugendliche in den Weltgebetstags-Feiern hoffnungsvoll dafür, dass Frieden weltweit werde.

Die Delegierten der internationalen Weltgebetstags-Konferenz bestimmen demokratisch weit im Voraus, aus welchen Ländern die Gottesdienst-Unterlagen kommender Weltgebetstagsfeiern kommen sollen. So wurde 2017 in Brasilien das palästinensische Komitee ausgewählt, für 2024 die Liturgie zu schreiben.

Die Weltgebetstagsbewegung will auf die jeweiligen Stimmen der Frauen aus dem Vorbereitungsland hören. Ihre Berichte, Erfahrungen und Glaubenszeugnisse stehen im Mittelpunkt der Gottesdienste. Diese widerspiegeln länderspezifische Wirklichkeiten, welche geprägt sind von politischer und kultureller, aber auch religiöser und oft kolonialer Geschichte. Als christliche Frauen unterschiedlicher Herkunft, Generationen und Konfessionen wollen wir aufeinander hören, aber nicht Urteile fällen oder Partei ergreifen. Das schweizerische Komitee gibt die Texte aus dem Ursprungsland in alle Sprachregionen der Schweiz weiter und ruft auf, sich mit den Menschen der Liturgieregion, besonders mit den Leidenden, solidarisch zu fühlen.

In enger Zusammenarbeit mit den deutschen und österreichischen Schwestern ist sich das schweizerische Komitee bewusst, dass eine Liturgie von christlichen palästinensischen Frauen und die damit einhergehende intensive Beschäftigung mit ihrer gesamten Lebenssituation eine Herausforderung darstellt. Wir stellen uns wie schon 1994 dieser nicht leichten Aufgabe mit dem Ziel, auch 2024 die Stimmen der Frauen aus dem Liturgieland hörbar zu machen. Wir sind dabei getragen von der Hoffnung, dass das Band des Friedens durch die Weltgebetstags-Gottesdienste weltweit, bei uns in Europa und besonders in der Region des Liturgielandes enger und zuversichtlicher geknüpft werden kann.

Winterthur, im April 2023, wgt.ch,
Priska Hostettler, Kirchgemeindepräsidentin