Äs guets Nölis...

„Äs guets Nöis!“ das wünschen wir uns zum Jahresanfang gegenseitig und von Herzen. In diesen einfachen Satz sind viele Gedanken, Wünsche und möglicherweise auch Ängste verpackt.
happy-new-year-5879858_1280 (Foto: pixabay.com)

Man freut sich über den Wunsch, fühlt sich damit vom Gegenüber ernst genommen und wichtig.

Aber was bedeutet für Dich ein „gutes neues Jahr“? Dass wir verschont bleiben von schweren Schicksalsschlägen, die Hoffnung auf eine stabile Gesundheit, die Erfüllung längst gehegter Wünsche, dass sich die Kinder gut entwickeln, dass alles gut geht, dass Unstimmigkeiten ad acta gelegt werden können, Kraft für einen persönlichen Durchbruch, der grosse Anerkennung verschafft, dass sich der Weltfriede stabilisiert, oder hoffen wir sogar auf einen Treffer im Lotto, oder noch viel mehr und ganz anders?

J.F. Kennedy, der 35. Präsident der USA, sagte in der Inaugurationsrede in Washington am 20. Januar 1961: „All das wird nicht in den ersten 100 Tagen fertig sein. Es wird auch nicht in den ersten 1000 Tagen fertig sein, noch in der Amtszeit dieser Regierung und vielleicht nicht einmal in unserem Leben auf diesem Planeten. Aber lasst uns anfangen.“

Einfach anfangen. Oder wieder anfangen. Einfach weiterfahren, vielleicht anders weiterfahren. Mit Silvester endet wohl ein Jahr, nicht aber unser Alltag. Jeden Moment verbringen wir mit uns, sind bemüht, unsere täglichen Aufgaben zu lösen und fühlen uns deshalb oft im Mittelpunkt der Welt. J.F.K., der Visionär, spannt aber einen weitaus grösseren Bogen, über sein und auch unser Leben hinaus. Wir sind ein Glied in der unendlichen Kette der Weltgeschichte. Was wir beginnen, setzt sich fort, auch wenn wir das vielleicht selber nicht mehr miterleben, weil unsere Zeit auf Erden zu kurz ist. Jede Arbeit, jeder Gedanke ist ein Beitrag ans Ganze. Darauf dürfen wir stolz sein und uns freuen.

Lasst uns also anfangen! Nehmt das Neue Jahr an die Hand, hoffnungsvoll und mutig. Denn wie der Evangelist Markus im Kapitel 9;23 schon sagte : „Alles ist möglich dem, der glaubt.“

Wir wünschen Euch ein herzhaftes „äs guets Nöis“!

Katharina Beidler und der Kirchgemeinderat Bargen